SSD Festplatten im Test

SSD optimieren – Windows richtig einstellen

Concept hacked data driveSSD Festplatten verleihen dem PC die nötige Performance. Doch damit die volle Leistung erbracht werden kann sollte Windows entsprechend eingestellt werden. Defragmentier, Prefetch und noch weiter Dienste können getrost abgestellt werden denn diese verkürzen nur die Lebensdauer der SSD Festplatte.

Eine SSD Festplatte funktioniert anderes als eine normale Festplatte. Statt einer drehenden Magnetscheibe und einem beweglichen Kopf der über die Platte fährt und die Daten liest und schreibt, speichert eine SSD Festplatte die Daten auf Flashspeicher. Ähnlich wie beim USB-Stick werden Informationen in Form von Elektronen gespeichert. Dadurch erhält man den „0“ und „1“ Effekt. Dies klappt sehr schnell, wodurch die SSD Festplatten ihre hohen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten erreichen. Doch leider ist die Lebensdauer einer Speicherzelle nicht ewig lang. SLC-Speicherzellen halten am längst. Man geht von 100.000 Schreibvorgängen aus bevor die Zelle versagt. MLC- und TLC- halten nicht so lange, können dafür aber mehrere Informationen speichern. Daher werden diese Speicherzellen auch bevorzugt verbaut. Damit man dennoch eine lange Lebensdauer bei seiner SSD Festplatte erreicht gibt es ein paar Tricks die dabei helfen.

Defragmentierung abschalten

Das Defragmentieren hat bei einer SSD Festplatte überhaupt keinen Sinn. Bei einer normalen Festplatte werden Datenblöcke die zusammenhängen aber über die ganze Festplatte verstreut sind, so angeordnet, dass sie möglichst neben einander liegen. So braucht der Kopf der Festplatte nicht verfahren um die Daten zu Lesen. Das erhöht die Geschwindigkeit der Festplatte und dem Abrufen von Daten. Bei einer SSD Festplatte werden die Daten willkürlich in die Speicherzellen geschrieben. Das Durcheinander dient zur gleichmäßigen Nutzung aller Speicherzellen. Da die Daten blitzschnell aus einer Speicherzelle gelesen werden können stellt es aber auch kein Problem dar, dass die gesamten Daten über den gesamten Speicherbereich verteilt liegen. Darum Bringt eine Defragmentierung rein gar nicht und die unzähligen Schreibvorgänge kann man sich sparen.

Woher weiß ich ob die Defragmentierung deaktiviert ist?

  1. Klicke mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Laufwerk und wähle Eigenschaften
  2. Klicke dann auf Tools und Jetzt defragmentieren
  3. Nun werden alle Laufwerke angezeigt. Klick auf Zeitplan konfigurieren
  4. Danach auf Datenträger auswählen
  5. Wenn in der Folgenden Liste die Festplatte fehlt, dann wurde die SSD Festplatte von Windows richtig erkannt. Sollte das Laufwerk erscheinen, entferne einfach das Häkchen um die automatische Defragmentierung zu stoppen.

Prefetch und Superfetch deaktivieren

Die beiden Windowsdienste Prefetch und Superfetch sind für normale Festplatten entwickelt worden. Sie sorgen dafür, dass Daten die häufig benutzt werden im vorderen Teil der Festplatte eingelagert werden. Superfetch lagert die Daten sogar direkt in den Ram ein. Beide Dienste machen bei der Geschwindigkeit einer SSD Festplatte keinen Sinn und können daher deaktiviert werden.

Wie deaktiviert man Prefetch und Superfetch

  1. Geh unter Start und suche nach Regedit
  2. Führe die Exe als Admin aus.
  3. Geh in das Verzeichnis „HKEY_LOCAL_MACHINE“
  4. Dann geht weiter nach“SYSTEM/CurrentControlSet/Control/SessionManager/MemoryManagement/PrefetchParameters“
  5. Hier gibt „Enable Prefetcher“ und „Enable Superfetch“, beide Werte müssen auf „0“ stehen

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Readyboost deaktivieren

Readyboost war ein Dienst um Windows schneller zu Booten. Readyboost verwendet externe USB Sticks als Cache für die normale Festplatte. Da eine SSD Festplatte extrem schnell ist ergibt auch dieser Dienst keinen Sinn mehr und kann abgeschaltet werden.

Wie deaktiviert man Readyboost?

  1. Du gehst unter Start -> Systemsteuerung -> System und Sicherheit -> Verwaltung ->Leistungsüberwachung
  2. Klick auf Sammlungssätze und suche nach Startereignis-Ablaufverfolgungssitzungen
  3. Doppelklick auf Readyboost
  4. Dann auf den Reiter Ablaufverfolgungssitzungen
  5. Entfernt das Häkchen bei Aktiviert

Auslagerungsdatei auf HDD verschieben

Die guten alten Auslagerungsdateien. Geht freie Kapazität des RAMs zur Neige, lagert Windows Teile davon in die Auslagerungsdatei und verhindert das Programmfehler auftreten. Bei Rechnern mit SSD und normaler Festplatte macht es Sinn diese Auslagerungsdatei auf der normalen Festplatte zu speichern. So erspart man sich unnötige Schreibvorgänge und erhöht die Lebensdauer seiner Festplatte. Windows ist es egal wohin er die Datei schreiben soll. Leistungsverluste bekommt man auch nicht dadurch.

Wie lagert man die Datei aus?

  1. Klicke mit der rechten Maus auf Computer
  2. Dann auf Eigenschaften
  3. Nun auf Erweiterte Systemeinstellungen
  4. Danach auf Leistung Einstellungen und Erweitert
  5. Nun auf Einstellungen
  6. Und auf Erweitert
  7. Klickt nun auf Virtueller Arbeitsspeicher ändern
  8. Auslagerungsdateigröße für alle Laufwerke automatisch verwenden muss abgewählt werden
  9. Nun wählt ihr die Systemfestplatte aus und stellt keine Auslagerungsdatei ein
  10. Danach wählt ihr eure normale HDD aus und legt eine neue Datei an.

TRIM-Unterstützung überprüfen

Die SSD Trim Unterstützung ist wichtig um die Performance eurer SSD Festplatte hoch zu halten. Die Trim Funktion teilt dem Betriebssystem mit, welche Sektoren frei sind. Windows 7 und 8 stellen diese Funktion automatisch ein wenn die SSD richtig erkannt wurde. Dennoch sollte man selbst überprüfen ob die SSD Trim Funktion richtig aktiviert wurde.

  1. Zuerst sucht man unter Start nach der Anwendung cmd.exe
  2. Diese führt man als Administrator aus
  3. Nun gibt man folgenden Befehl ein fsutil behavior query DisableDeleteNotify
  4. Wird Disable Delete Notify =1 ausgeben ist die SSD Trim Funktion nicht aktiviert.